"[I]t cannot be denied that there are areas of concern - not prohibitive by any means, but serious enough to explain why the two communities of researchers have so far, to labour the romantic analogy once again, clearly preferred occasional dating (exciting but essentially non-committal) to a formal exchanging of vows."(Mautner, Gerlinde: "Corpora and Critical Discourse Analysis". In: Baker, Paul: Contemporary Corpus Linguistics, London 2009, S. 33.)
Korpuslinguistik und kritische Diskursanalyse standen lange Zeit auf Kriegsfuß miteinander, obwohl sie im Prinzip den gleichen Ausgangspunkt haben: authentische Sprachdaten. Die Methodik und die Ziele der Forschung gingen dann aber doch weit auseinander und während die Korpuslinguisten noch zählten, haben die Diskursanalytiker schon palavert.
Neue Forschungsansätze allerdings verfolgen nun einen ganz christlichen, ökumenischen Gedanken. Es soll zur Zusammenarbeit der beiden verfeindeten Glaubensrichtungen kommen, und ich will meinen Teil dazu beitragen. Mehr kann und will ich dazu noch nicht sagen.
Und wenn sich schon Korpuslinguisten und Diskursanalytiker erst einmal die Hände reichen und irgendwann vielleicht nicht nur 1 mal im Monat ein Date haben, und das nur nach 23 Uhr, sondern sich so alle 2 Tage sehen und auch mal telefonieren und sich kurzfristig auf einen Kaffee treffen, gemeinsam shoppen gehen und Urlaube planen, dann vielleicht kann auch Noam Chomsky, der hochgeschätzte Ober-Imam der Lehnstuhllinguisten, sich mit der Korpuslinguistik abfinden. Aber mehr als ein scheues Kopfnicken, wenn man sich aus Versehen auf dem Gang begegnet, würde wohl aus der Affäre nicht hervorgehen.
2 Kommentare:
Was issn das für ein Sonderforschungsbereich?
Davon hast du in der Kittler-Jugend natürlich nichts gelernt. Warum auch? Es geht schließlich um Sprache.
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