Es stimmt, was die Leute sagen - das Leben ist ungerecht, vor allem zu Dir. Und ich kann Dir nur einen Trost bieten: Was Du in all dem Leid und der Einsamkeit zustande bringst, wird Deine Verzweiflung und unsere Grausamkeit bei weitem überdauern.[...]So gesehen, werden wir auf lange Sicht alle gewinnen. Und deshalb entschuldige ich mich im Namen aller, denen Du jemals begegnen wirst, im voraus für allen Kummer, den wir Dir bereiten werde. Dir stehen harte Zeiten bevor, Kleiner. Du bist gewarnt.

Freitag, 9. April 2010

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Montag, 5. April 2010

F. Beigbeder:

"Montag

Ich sehe die Beziehung nicht mehr als Gefängnis, sondern als Heimathafen."

Dienstag, 30. März 2010

sending silly notes

Ich bin doch eine Romantikerin. Irgendwo in mir bin ich es doch bestimmt. Eine Romantikerin. Auch wenn mir Sonnenuntergang und einsame Insel zu zweit doch eher ein Gräuel sind. Ganz ohne Herz bin ich nicht.
Ich bin auch melancholisch. Und ich hänge an Dingen und Orten. Vor allem Orte machen mir zu schaffen. Leider sind inzwischen so viele Orte in Berlin mit Erinnerungen belegt, dass ich mir fast eine neue Stadt suchen müsste. Viele Kneipen und Restaurants muss ich meiden, über viele Kreuzungen mit geschlossenen Augen gehen und manche Straßenbahnlinien darf ich nicht benutzen.
Ich bin auch nostalgisch. Früher war nämlich alles besser. Also zumindest so halbfrüher. Im Mittelalter war es natürlich nicht besser, da gab es keine Zahnärzte und Heizungen. Ersteres scheint mir der Grund zu sein, warum das Mittelalter von gewissen Gruppen romantisch verklärt wird. Aber für mich wäre ein Leben ohne Zahnärzte Barbarei!
Das Mittelalter also nicht. Eigentlich auch die ganze Zeit bis zum 21. Jahrhundert nicht. Facebook ist schon ein Muss.

Allein, wenn jeder ein Smartphone hat und alle Nachrichten eh nur noch über Blackberry Messenger, Skype und Facebook geschrieben werden, dann kann man wohl zur melancholisch-nostalgischen Romantikerin werden, wenn man es genießt, dem Liebsten quasi heimlich, wenn auch nicht verheimlicht, von Smartphone zu Smartphone ganz altmodisch eine SMS zu schreiben; auch wenn man das dann ganz cool "retro" nennt.
so und nicht anders

Sonntag, 14. März 2010

Freitag, 12. März 2010

Wir alle spielen Kaufmannsladen

"So hängt im Dienstleistungsgewerbe der Arbeitsverlauf häufig von der Fähigkeit des Angestellten ab, die Inititative zu ergreifen und beizubehalten, einer Fähigkeit, die eine versteckte Aggression auf seiten des Bediensteten voraussetzt, sofern sein sozialer und wirtschaftlicher Status niedriger ist als derjenige seines Kunden."

(Goffman: Wir alle spielen Theater)

Montag, 8. März 2010

mens sana in corpore sano


Hurra! Macht das einen Spaß! Und attraktiv ist es auch!
www.nasendusche.info

Samstag, 6. März 2010

Ich lese noch immer "der romantische Egoist" von Beigbeder. Immer wenn ich mal dazu komme. Dieses Buch will ich auch wirklich wirklich zu Ende lesen und nicht wieder vor dem letzten Kapitel - aus Angst vor dem Abschluss einer schönen gemeinsamen Zeit - beiseite legen.
Heute also hat mich der Dienstag auf Seite 110 berührt:
"Gestern habe ich geweint, als ich Ain't no sunshine when she's gone / It's not warm when she's away von Bill Withers gehört habe. Die schreckliche Pariser Kälte paart sich mit der Eiszeit in meinem Herzen. Ich weiß, es ist blöd, das zu schreiben, und es kratzt an meinem Image des unsensiblen Phallokraten, aber was soll ich tun? In dieser Welt der Einsamkeit sind die Tränen eines Singles vor dem Equalizer seiner Hi-Fi-Anlage vielleicht ein Hoffnungsschimmer."

Donnerstag, 25. Februar 2010

the ray of light



Staubsauger; ein Ding, das man öfter benutzen sollte.


Dienstag, 23. Februar 2010

lasst mich doch alle in Ruhe.

Sonntag, 21. Februar 2010

Size (4)0

Soeben erreicht mich, die Yahoo-Eilmeldung, dass auf der Londoner Fashion-Week ein Designer "Normalgewichtige" als Models auf den Laufsteg geschickt hat. Das sind Frauen mit Kleidergröße 40. Wär halt auch super, wenn die Kleider die gleiche Größe hätten.



Der Vorteil an "unnormalgewichtigen" Models sticht aus diesem Bild so deutlich hervor wie die Rippenknochen von Kate Moss: Wenn die Klamotte nur an einem runterhängt, sieht's zwar auch nicht besonders gut aus, aber wenigsten steht da das Kleidungsstück im Vordergrund.
Ich darf jetzt nicht missverstanden werden; natürlich bin ich teile ich die Kritk an Magermodels etc etc, aber wenn man positiverweise für Durchschnittskörper entscheidet, dann sollte man sie auch nicht wie dicke Presswürste aussehen lassen. Kontraproduktiv.

Mittwoch, 10. Februar 2010

As Bourdieu comments:

"Homo scholasticus or homo academicus is someone who is paid to play seriously; placed outside the urgency of a practical situation and oblivious to the ends which are immanent in it, he or she earnestly busies herself with problems that serious people ignore - actively or passively." (Pierre Bourdieu)

? und Zeit

Man müsste sich einschließen. ("Man" meint hier "ich".) Einfach mal die Zeit anhalten für ein halbes Jahr und sich zuhause einschließen und Bücher lesen. Man kommt ja zu nichts mehr. Und selbst wenn man sich Zeit nimmt, einfach das zu tun, was man möchte, kann man es nicht, weil man ein schlechtes Gewissen bekommt. Dafür, dass man tut, was einem gefällt. Etwas liest, nicht mal etwas besonders Dummes. Nur etwas, das einen nicht weiter bringt. Beruflich sozusagen. Es wird sich nicht auf meinen Kontostand oder sonst irgendwelche Stände, z.B. den der Dinge, ausüben, ob man nun etwas getan hat, was einem gefällt, etwa ein Buch gelesen hat, oder nicht. Die Zeit wird verschwendet. Es macht keinen Sinn. Im kapitalistischen Sinn. Aber sehr wenig macht Sinn; man denke hier allein an die menschliche Existenz ("Man" meint hier "wir").
"Aber ich kann mich auch nicht mehr so konzentrieren," musste ich heute an einer Kreuzung stehend feststellen. Dabei machte ich hektische Handbewegungen, die flackernde Schnelllebigkeit signalisieren sollten. "Das einzige Buch, das ich noch lesen kann, ist Facebook."
Und dann heute Nacht konnte ich nicht einschlafen. Das bedeutet, ich lag über 15 Minuten wach und habe mit meinem Leben gehadert. Länger als 15 Minuten halte ich es nicht aus, wach zu sein, wenn ich eigentlich schlafen will. Dann werde ich ungeduldig und grüble über den Grund meiner Schlaflosigkeit, was eine vollkommene Zeitverschwendung ist. Besser etwas lesen. Schlafscheitern als Chance, endlich etwas zu tun, was keinen Sinn hat und sich dabei nicht übel zu fühlen.
Vor drei Monaten habe ich Frédéric Beigbeders Der romantische Egoist gekauft, seither habe ich kein einziges mal reingeguckt. Bis heut Nacht. Und es scheint mir genau das Buch zu sein, das für meinen Zustand (You know, i have this condition.) am Besten geeignet ist. Als Tagebuch angelegt liest sich der Roman wie eine Mischung aus Blog und Twitter, nur besser (mit Ausnahme meiner eigenen Ergüsse): kurze bis mittellange Einträge, in denen der Erzähler Oscar mal mehr, mal weniger inhaltsvoll und mal mehr und mal weniger pointenhaft, teils pornöse, teils melancholisch-romantische Ansichten, Erlebnisse, Gedanken kundtut.
Ich finde es unheimlich entspannend, mal nicht an einem Buch mitzuschreiben und trotzdem gut amüsiert zu sein. Passivität macht halt nur Spaß, wenn man leicht unterlegen ist.

Dienstag, 2. Februar 2010

think pink

Fremdschämen für verhinderte Rügenfahrer.



















Lernen zu zweit ist auch viel schöner. Gemeinsam schaffen sie die Prüfung bestimmt.

Zitat des Tages

"The Cross Cultural Linguistic Politeness Research group was set up to discuss some of these problems and to develop new ways of analysing linguistic politeness. One of the contributions of the group so far has been to observe that politeness is not very observable except when there are violations of perceived politeness norms."
http://www.linguisticpoliteness.eclipse.co.uk/Gender and Politeness.htm

Samstag, 30. Januar 2010

oscillating wildly

ich bin graf von monte schizo
und ich singe diesen hit so

Freitag, 29. Januar 2010

maybe we can dance?

In a chair
You will be
With me



you can't enjoy yourself, i can't enjoy myself,
you can't enjoy yourself, i can't enjoy myself.

Mittwoch, 27. Januar 2010

gedankenloop

Ich befürchte mich zu wiederholen. Der gesamte Hype um Pantha du Prince aber macht mir mal wieder bewusst, dass mir elektronische Musik überhaupt nichts bringt. Ich verstehe ja schon, dass sie irgendwie gut gefunden werden kann, auch auf intellektueller Ebene versteh ich durchaus den Reiz. Aber was gibt mir das Geklingel und Gerassel, das nun mal eindeutig elektronisch klingt? Könnte ich da nicht auch dem Rauschen meines Kühlschranks lauschen? Ich kann mir nicht helfen. Vielleicht kann es ja einer von euch?!

- Gerade gehört: Pantha du Prince - "White out" -

Sonntag, 24. Januar 2010

perspectif

Photobucket
Wo ein Schatten ist, muss ja eigentlich auch Licht sein, oder? Im besten Fall die Sonne persönlich. Die Devise muss also lauten: Einfach mal umdrehen und die Augen aufhalten. Allerdings nicht zu offen, sonst wird man blind.

Die Dosis macht das Gift, wenn Sie wissen, was ich meine.

Freitag, 15. Januar 2010

my hands are in the air, yes, i'm in love.